Im Rahmen unserer Studienreise besuchen wir das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Es ist die wichtigste deutsche Gedenkstätte für die Opfer des Porajmos, die NS-Verfolgung der Rom*nja und Sinti*zze. Träger ist der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt Heidelberg ist nicht nur für ihre malerische Altstadt bekannt, sondern auch für die Ruprecht-Karls-Universität, welche die älteste Hochschule auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ist. An der Universität befindet sich auch die Forschungsstelle Antiziganismus, an der Dr. Frank Reuter als Geschäftsführer tätig ist. Nach unserem Aufenthalt in Heidelberg reisen wir nach Straßburg weiter, wo wir das Europäische Parlament besichtigen werden. Die letzte Station unserer Studienreise ist die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof. Das Lager bestand von Mai 1941 bis September 1944. Etwa 52.000 Häftlinge aus über 30 Nationen in Europa wurden in das KZ Natzweiler und die angeschlossenen Außenlager deportiert.
Etwa 17.000 Häftlinge starben, davon etwa 3.000 im Stammlager in Natzweiler. Sie wurden ermordet, starben an Krankheiten, Kälte und Mangelernährung oder den Nachwirkungen der Haft.